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Von 14. Bis 19. Juni fand in Barcelona der 53. Ordinary Congress der ISU statt.
 Der EKL war durch drei Delegierte, die Vizepräsidenten Christl Heidler und Helmut Sieber sowie Ursula Stahl vertreten. Ehrenpräsident Hans Kutschera und Gattin Pauli zählten auch bei diesem Kongress wieder zu den Ehrengästen der ISU.
In diesen sechs Tagen wurde über mehr als 300 Anträge abgestimmt, die sowohl vom Vorstand der ISU, den Technischen Komitees (Einzellauf/Paarlauf, Eistanz, Synchronized Skating und Eisschnellauf-Disziplinen) als auch den nationalen Verbänden eingebracht wurden. Der letzte Kongresstag stand im Zeichen der Wahlen für Positionen in den verschiedenen Gremien sowie der Vorstandsmitglieder. Sowohl Präsident Ottavio Cinquanta als auch der Vizepräsident für Eiskunstlauf, David Dore (CAN) wurden in Ihren Positionen wieder bestätigt, da für diese beiden Posten keine weiteren Kandidaten zur Wahl standen.
Einschneidende Änderungen sowohl im Eistanz als auch im Einzel-/Paarlauf
Da die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise auch an der ISU nicht spurlos vorüber gegangen ist wurden zwei einschneidende Änderungen vom Vorstand der ISU zur Abstimmung gebracht, die zu notwendigen Kosteneinsparungen führen sollen.
Die wohl größte Neuerung um die Bewerbsdauer erheblich zu verkürzen war die Abschaffung der Pflichttänze (für Junioren und Senioren) und die Einführung eines sogenannten ‚Short Dance‘ anstelle des Originaltanzes. Die ISU TK Eistanz hat innerhalb von zwei Jahren verschiedene Konzepte für einen solchen Short Dance erarbeitet und von erfahrenen Trainern und Tanzpaaren testen lassen. Im Zuge des Kongresses wurde der Einführung des Short Dance und der Adaption und Umbenennung der Pflichttänze zu einem ‚Pattern Dance‘, der von Paaren der Gruppen bis Junioren gelaufen wird.
Großen Widerstand erfuhr der Antrag des ISU-Vorstandes zur Einführung von Qualifikations(vor)runden für nicht bereits durch Vorjahresplatzierung oder Weltranglistenpunkten bestätigte Teilnehmer in allen ISU Meisterschaften (EM, 4 Continents, WM). Die Idee, diese Qualifikation quasi als ersten Bewerbsteil in die Meisterschaften zu integrieren wurde grundsätzlich von den Mitgliedern akzeptiert, nicht aber die Übernahme aller damit zusammen hängenden Kosten durch den jeweiligen nationalen Verband (um die Veranstalter der Meisterschaften zu entlasten). Nach intensiven Verhandlungen konnte man sich auf eine 50/50 % Teilung der Kosten zwischen nationalem Verband und ISU einigen. Als ein weiteres Entgegenkommen der ISU kann die Erweiterung der Finalgruppen auf 24 (Einzellauf), 16 (Paarlauf), 20 (Eistanz) gewertet werden.
Änderungen in den speziellen Regelungen der Disziplinen
Neben den weitgreifenden Neuerungen beim Eistanz die die Einführung des neuen Short Dance und des adaptierten Pattern Dance mit sich bringt wurden auch in den Disziplinen Einzel-/Paarlauf und SYS verschiedene Regeländerungen, aber auch –vereinfachungen beschlossen.
Im Einzellauf wurde die Reduzierung der vorgeschriebene Elemente im Kurzprogramm von 8 auf 7 einstimmig begrüsst, vor allem, da damit bei den Damen die besonders zeitraubende Spiralfolge und bei den Herren die zweite Schrittfolge wegfällt.
In der Kür wurde diesen beiden Elementen nun auch einen neuer Stellenwert und eine neue Art der Bewertung zugewiesen. So erhält bei den Herren die zweite Schrittfolge und bei den Damen die Spiralfolge (bei der nun nur mehr zwei Spiralpositionen 3 Sekunden oder eine Position 6 Sekunden gehalten werden muß) einen festgesetzten Basiswert (Base Value) und daher kein Level mehr, allein die von den Preisrichtern gegebenen GOEs erhöhen oder reduzieren den Wert.


Eine übersichtliche und detaillierte Zusammenfassung der Änderungen und Neuerungen des ISU Regelwerks nach dem Kongress wird in den nächsten Tagen auf der ISU-Homepage (www.isu.org) veröffentlicht.
Wahleergebnisse für die Eiskunstlauf-Disziplinen
In den Gremien der Eiskunstlauf-Disziplinen gab es einige Änderungen, altersbedingte Rücktritte und Neuzugänge.
Präsident Ottavio Cinquanta wurde durch Akklamation zum letzten Male in seiner Position bestätigt (er scheidet mit dem Kongress 2014 aus Altersgründen aus), auch Eiskunstlauf- und ab sofort erster Vize-Präsident David Dore wurde konkurrenzlos wiedergewählt.
Die Eiskunstlauf-Vertreter im ISU – Vorstand (Council)sind ab nun:
Marie Lundmark, Finnland
Junko Hiramatsu, Japan (neu, zuvor Technical Committee Single and Pairskating)
Phyllis Howard, USA
Tjasa Andrée-Prosenc, Slovenien
Technical Committee Single and Pair Skating
Chair (Vorsitz):
Alexander Lakernik, Russland Members (Mitglieder): Fabio Bianchetti, Italien
Rita Zonnekeyn, Belgien
Susan Lynch, Australien
Technical Committee Ice Dance
Chair:
Halina Gordon-Poltorak, Polen
Members: Robert Joseph Horen, USA
Gilles Vandenbroeck, Frankreich
Alla Shekhovtsova, Russland
Technical Committee Synchronized Skating
Chair:
Christopher Buchanan, Großbritannien
Members: Mika Saarelainen, Finnland
Karen Wolanchuk, USA
Philippe Maitrot, Frankreich
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